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Liebe ?
Tantra ist Liebe und umgekehrt. Wir können Tantra auf verschiedene Art und Weise erleben, auch auf dem Weg der Tantra Massage. Es ergibt sich von selbst, daß diese weltumfaßende Liebe auf beiden Seiten da sein sollte. Wer mit Tantra zum ersten Mal Berührung hat, sollte es wenigstens versuchen mit aufgeschlossenem Herzen der Masseurin zu begegnen. Diese Liebe ist keine
persönliche wie man sie von Partnerschaften versteht, sondern eine globale. Das bedeutet erst einmal daß wir das Gute im Menschen sehen und akzeptieren das die dunkelen Streifen Spuren des Egos sind. Daher ist jeder Mensch im Kern rein und kann/soll/darf diese Liebe empfangen. Um so unverständlicher wird es mir dann, daß eine Masseurin zur Frauenärztin fahren muß nach einem Termin. Das Verständnis von "überall anfassen und berühren" wurde hier so weit ausgelegt, daß fast die Gebärmutter rausgerissen
wurde (überspitzt formuliert). Als Rechtfertigung wurde angegeben, daß er ja so viel bezahlt hätte. Was hat dies noch mit Tantra und der Liebe zu tun ? Warum kommen solche Menschen zu uns und vergreifen sich im wahrsten Sinne des Wortes ? Laß Dein Ego vor der Türe, später kannst Du es gerne wieder mit nach Hause nehmen. In einer Tantra Massage jedoch hat dieses und die damit einhergehenden Verhaltensmuster nichts verloren.
Anna-Maria, Verwaltung und Massage
Der Stress!
Die Zeitfenster sind knapp; für die gebuchte 3 Stunden hat mein Gast auch nur 3 Stunden Zeit im Gepäck. Es kommen aber noch das Duschen und das Gespräch vorab und danach dazu. So reichen keine 3 Stunden. Da könne man das Sprechen ja weglassen meint der Gast. Und so fliegt er auch bei mir ein; schnell, rasend, in Hektik. Im Vorbeilaufen bekomme ich noch die Hand zur Begrüßung,
schließlich ist er je schon 5 Minuten in Verzug, also bleiben ihm nur noch 2.55 Minuten. Wie er heißt? Keine Ahnung. Es ging so schnell, daß ich dies erst unter der Dusche fragen konnte. Irgendwie habe ich das Gefühl das er mich anschaut wie schnell ich mich bewege um das Öl warmzuschalten, um auf den Futon zu kommen. In der Massage spüre ich die Unruhe. Er wälzt sich hin und her und immer wieder linst er zu seiner Uhr, die er in Sichtweite gelegt hat, damit er ja nicht zu spät ist. Zwischendurch rappelt sein
Handy; vergessen auszumachen, sagt er, springt wie eine Tarantel auf und schaltet es aus. Zeitweise gelingt es mir ihn völlig wegtreten zu lassen, doch sobald eine kleine Pause kommt, wird er wieder wach und nervös. Die Lingammassage erlebt er genauso schnell, lässt sich keine Zeit zum genießen, ich würde gerne noch hinauszögern, doch er lässt es nicht zu. Mit Nurugel und allem anderem Klebezeugs auf dem Körper will er aufspringen, ich sage noch liegenbleiben. Nur mit Mühe gelingt es ihn noch lieb abzuwischen
bevor er fliegend ins Bad rennt. Es hat ihm sehr gefallen, er käme gerne wieder, schüttelt die Hand und weg ist er.
Wie er denn so war mein Gast? Keine Ahnung. Wir haben kaum gesprochen, wir haben kaum Gelegenheit gehabt etwas Chemie auszupendeln. Ich sollte mich mit allem beeilen, Ruhepunkte, einfach mal miteinander liegen und paar Worte wechseln, all dieses ging nicht. Schließlich war ich in Zeitdruck. Ich wette am Ende wußte er gar nicht mehr wie ich heiße.
Evelyn, Massagen und Seminare
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